Smart dank Schnittstellen – Ein Plädoyer für vernetzte und strukturierte Informationen

Ein Blogbeitrag von Frau Maxi Fetsch – c-rex.net:

Mit Technik zum Ziel

Smart-Information ist für jeden Nutzer zu jeder Zeit an jedem Ort für jeden Kontext verwertbar, ohne dass der Informationslieferant das bei der Erstellung berücksichtigt hat.“ lautet das erklärte Ziel. Wie man dabei allen rechtlichen und normativen Vorgaben entspricht, haben wir im letzten Beitrag unserer Blog-Serie gesehen. Doch wie wird man dem Ziel der ständigen Verfügbarkeit von Informationen sowie ihrer sinnvollen Vernetzung technologisch gesehen gerecht?

Smart Information mit SVG

Wie und wo sammelt man Informationen – und viel wichtiger: wie findet man sie wieder? Viele Informationen liegen schon verstreut in verschiedenen IT-Systemen – wie vernetzt man diese? Wir wollen in diesem Beitrag […mehr]

SQUIDDS – ein Beispiel

Wir wollen anhand der Firma SENNHEISER, die bereits den Weg zur Smart-Information eingeschlagen hat, aufzeigen, wie strukturierte und vernetzte Informationen mit Hilfe von SVG in eine responsive HTML5- Ausgabe für die firmeneigene App eingebettet wurde.

Smart-Information mit SVG

Anhand der Verwendung von SVG (Scalable Vector Graphics) soll aufgezeigt werden, wie komplexer werdende Prozesse zu einer sehr komfortablen und einfachen Bedienung des Anwenders führen.
Was bedeutet SVG, welche Funktionen beinhaltet es, wie damit umgehen, informieren Sie sich hier.

Hintergrund

Frühere Grafik-Formate (EPS, AI, …) kennen keine mehrsprachige Beschriftung. Als Resultat verwaltet der Redakteur die Sprachausgaben der Grafik in so vielen Dateien, wie es Sprachen gibt. Ein umständliches Handling in der Verwaltung und im Änderungsdienst ist die Folge. Diese große Menge unterschiedlicher, einzigartiger Grafik-Dateien, die meist auch noch vom aktuellen Stand der Konstruktion unabhängig gespeichert wurden, werden in hierarchischen Ordnern mit kryptischen Bezeichnungen verwaltet und getrennt nach AI oder 3D konvertiert, je nach Output.

In der Grafik ein Beispiel für verschiedene Ausgaben für den Druck, drei  Sprachen und mehreren Versionen.

FAZIT: Zwei Grafikformate zur Erstellung und für die Ausgabe zu pflegen und das in verschiedenen Sprachen, Versionen und Aktualisierungszuständen zu verwalten und abzulegen, bedarf es eines enormen Aufwandes mit nicht unerheblichen Zeitfaktor.
Daher ist es notwendig diese Informationen zusammenzuführen und mit Metadaten zu versehen.

Mehrsprachigkeit und Meta-Information

Von der Anwendersicht aus betrachtet, gerade bei mobilen Anwendungen, haben wir mit Smart-Information zwei wichtige Schnittstellen für die Anwendung von SVG identifiziert:
Das ist zum einen die Sprachverwaltung und neu dazu kommen Funktionen, die mit Aktionen verknüpft sind.

Denn, das Ziel der Anwendungen muss es sein, den Nutzer einfach und schneller reagieren und verstehen zu lassen. Und diese Ansicht bedeutet auch, bisherige Prozesse umfassend neu zu überdenken. Ja, die Dokumentation soll auch ganz neu aufgestellt werden.

Für diese Vielfalt an Informationen ist das SVG-Format bestens geeignet:

  1. SVG wird für alle Vektorgrafikformate eingeführt.
    Das bedeutet, es gibt EINE Datei für die Grafikerstellung und die Ausgabe (z.B. Druckausgabe).
  2. Sprache wird in der SVG-Grafik in Layern verwaltet.
    Das bedeutet, alle benötigten Sprachen werden in einer Datei hinterlegt.
  3. SVG-Grafiken können per Hotspot Aktionen ausführen.
    Das bedeutet, aktive Bereiche (oder auch die komplette Grafik) verbinden kontextsensitiv zu weiteren Informationsquellen oder führen Funktionen aus, die lokal erscheinen.
    Die Grafik zeigt eine lokale Aktion nach Klick auf ein Bildbestandteil.

Hier geht es zum LIVE-Beispiel.

FAZIT: Durch das XML-basierte SVG-Format lassen sich eine Reihe von Schnittstellen verbinden, die dem Anweder große Vorteile bieten.

Zusammenfassung: Was macht ein SVG intelligent?

  • Nachdem sich in den letzten Jahren HTML5-fähige Browser durchgesetzt haben, können Sie die SVG direkt in HTML-Code einbetten.
    Mit verschiedenen Elementen (img und object) oder über CSS können SVG-Grafiken je nach Funktion eingebunden und formatiert werden.
  • Durch die Verwendung von Elementen wie title und desc können Metadaten hinterlegt werden, die Screenreadern semantische Hinweise zu den Grafiken geben können und so die Zugänglichkeit erhöhen.
  • Es ist in SVG möglich, fremde Multimedia-Objekte und andere XML-Dialekte einzubinden und dann als Grafik-Objekte zu transformieren, zu animieren oder mit Filtern zu verändern.
  • SVG-Inhalte sind durchsuchbar. Benutzt ein Anwender die Volltextsuche werden ihm die richtigen Informationen aus der Grafik sofort angezeigt.
  • Zusatzinformationen, also Metadaten, wie Version, Beschriftung, Sprachen werden getrennt zur eigentlichen 2D- Geometrie verwaltet. Zur Laufzeit der Veröffentlichung werden im Backend die mehrsprachigen SVG zusammengeführt.

FAZIT: Entscheiden wir uns Übermorgen sogar für 3D-Dateien anstelle von SVG, sind wir in der Lage noch mehr Schnittstellen im Backend zu verknüpfen, was für den Anwender noch mehr Vorteile bei der Bedienung und im Informationsgehalt haben wird.

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